Exposé von Patrick Lustenberger

ICT-Empowerment - Gestern. Heute. Morgen.

 

Information, Kommunikation und Technologie - kurz ICT - erfährt allgegenwärtige Aufmerksamkeit und bedarf keiner grossen Worterklärung mehr. Anders sieht es bei Empowerment aus. Die Zuordnung und oder Verbindung dieses Begriffs mit sich und der Umwelt, im privaten sowie beruflichen Kontext bedarf mancherorts noch Erläuterung.

 

Was bedeutet Empowerment?

Wörtlich übersetzt finden wir die Begriffe «Selbstbefähigung», «Selbstbemächtigung», «Stärkung von Eigenmacht und Autonomie».

 

Ursprünglich aus der US-Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und der gemeindebezogenen sozialen Arbeit stammend, findet Empowerment heute konzeptuell einen erfreulichen Zuwachs/Zuspruch, welcher weit über den psychosozialen Bereich hinausgeht.

In der konkreten Praxisanwendung sollen Menschen zur Entdeckung der eigenen Stärken und Ressourcen ermutigt und ihnen Hilfestellungen bei der Aneignung von Selbstbestimmung und Lebensautonomie vermittelt werden. 

 

Interessant ist der Umstand, dass der bewusste Wunsch und konkrete Bedarf an Empowerment oft erst veräussert wird, wenn wir bereits erste Verunsicherungen, Schwächen oder Krisen erfahren haben und man sich entsprechend aus der Situation heraus aufgefordert fühlt, sich zu stärken/zu rüsten.

 

Durch die aktuelle Corona-Krise stelle ich fest, dass die ICT-Empowerment Praxis eine gewaltige Anschubhilfe erfährt.

Es gilt die vorhandenen, wenn auch nicht immer gleich sichtbaren und bewussten Fähig- und Fertigkeiten der Menschen, zu stärken und entsprechende Ressourcen frei zu setzen.

 

So gestalten Menschen aktuell ihre privaten wie beruflichen Lebensräume - ausgelöst durch die Krise und durch die Digitalisierung sowie Aspekte rund um die Information, Kommunikation und Technik (ICT) - notgedrungen neu.

 

Die Anwendung und Nutzung von Kommunikations- und Vernetzungslösungen, neue Portale der Zusammenarbeit, Homeoffice, Homeschooling, Distance Learning, Online-Angebote, Homeshopping, Begegnungen in virtuellen Räumen, etc. lassen viele Menschen die konkreten Vor- und Nachteile der Digitalisierung erkennen und Aspekte von ICT eins zu eins erfahren und erleben. 

 

Durch die schnelle - und vielerorts neu realisierte - digitale Aufrüstung, entdecken einzelne und kollektive Akteure (Individuen/Gruppen/Teams) einen neuen Zugang zur Digitälität, verbunden mit viel gegenseitiger Unterstützung und Solidarität.

 

Quintessenz-Qualität GmbH hat sich in den letzten Jahren zum Ziel gemacht, Lösungen gemeinsam mit den Kunden zu definieren/zu erarbeiten, welche den Menschen, seine Kompetenzen und Ressourcen integrieren. Mit unserer ICHT-Formel (Information and Communication by Human and Technology) berücksichtigen wir die Synergien von Mensch und Technik, und fördern dabei einen bewussten, zielgerichteten und wachsamen Umgang mit der Digitälität.

 

Hinweis: Im August 2020 startet an der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR) das CAS Pädagogischer ICT-Support (PICTS). 

ICT-Empowerment wird dabei ganz gezielt zum Thema gemacht und aus unterschiedlichen Perspektiven praxisnah beleuchtet. Der fokussierte Einsatz von digitalen Medien, die Begleitung, Beratung und Unterstützung hinsichtlich digitaler Entwicklung und grundsätzlichen ICT-Belangen ist – ergänzend zum Aufbau der Funktion und Rolle des PICTS – Ziel und Zweck dieses CAS. 

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